Gehschulen für Prothesenträger*innen
Infolge einer Amputation muss das Gehen neu erlernt werden, um die Zusammenarbeit von Gehirn, Nerven und dem Bewegungsapparat zu verbessern. In einer Gehschule werden Anwender*innen nach den ersten Reha-Maßnahmen dabei begleitet ein sicheres Gangbild zu trainieren und ihre bestmögliche Mobilität zu erreichen. Dieser Prozess wird individuell auf die Anforderungen der Anwender*innen angepasst.
Was ist eine Gehschule?
Die Gehschule ist ein physiotherapeutischer Ansatz, bei dem durch systematisches Training der Gehtechnik ein natürliches Gangbild und die bestmögliche Gehleistung erzielt werden soll. Der Besuch einer Gehschule ist nötig, wenn das Gangbild durch Erkrankungen, Verletzungen oder Operationen beeinträchtigt ist. Daher wird infolge einer Amputation in der Gehschulschule ein sicheres Gangbild und der Umgang mit Prothese trainiert.
Der Trainingsplan wird individuell auf die/den Anwender*in abgestimmt und durch die Zusammenarbeit von Ärzt*innen, Physiotherapeut*innen und Orthopädietechniker*innen unterstützt.
Zudem können kontinuierlich Feinjustierungen an der Prothese vorgenommen werden, da sich der Stumpf nach der Amputation noch verändert. Dadurch entspricht die Prothese stets dem Mobilitätsgrad und den aktuellen Anforderungen der Anwender*innen.
Durch das Training in einer Gehschule kann sich neben der körperlich gesteigerten Leistungsfähigkeit auch die emotionale Stabilität verbessern. Die neue Lebenssituation ist oft mit Traurigkeit, Wut oder Verzweiflung verbunden, doch durch das Bewältigen der Herausforderungen gewinnen Anwender*innen ihr Selbstvertrauen wieder zurück.
Was lernt man konkret in einer Gehschule?
Wo gibt es Gehschulen in Deutschland?
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient lediglich als Hilfestellung für die eigene Suche nach einer geeigneten Gehschule.
